Home

Über das Projekt

Ein klares Bekenntnis zum Standort Hamburg Eimsbüttel

Beiersdorf hat seinen Unternehmenssitz seit 1892 in Hamburg Eimsbüttel. Das Unternehmen und seine Mitarbeiter sind dem Stadtteil seit 125 Jahren eng verbunden. Derzeit plant Beiersdorf auf seinen Flächen den Bau einer neuen Konzernzentrale und eine Erweiterung des Forschungszentrums für ca. 230 Millionen Euro – ein klares Bekenntnis von Beiersdorf zu einer Zukunft in Hamburg Eimsbüttel.

Erwerb von Kleingartenflächen durch Beiersdorf

Beiersdorf hat die Kleingartenflächen nördlich des Werkes an der Troplowitzstraße erworben, die Hamburgische Bürgerschaft und der Hamburger Senat haben dem Verkauf zugestimmt. Der Vertrag ist über das Transparenzportal abrufbar. Das Interesse der Hamburger ist groß, mehr über diesen Flächenverkauf und die Zukunft der Kleingärten zu erfahren, deshalb beantworten die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation und Beiersdorf auf dieser Seite Fragen zum Thema.

Eine Nutzung der Kleingartenflächen ist kurz- und mittelfristig nicht geplant.

Die Kleingartenflächen dienen Beiersdorf als langfristige Erweiterungsreserve. Ihr Erwerb wurde mit dem derzeitigen Pächter, dem Landesbund der Gartenfreunde in Hamburg e.V., detailliert abgestimmt, so dass der Vertrag den betroffenen Kleingärtnern wichtige Sicherheiten bietet. Eine Nutzung der Flächen durch Beiersdorf ist kurz- oder mittelfristig nicht geplant.

Sie fragen. Wir antworten.

Über das Kontaktformular können Interessierte jederzeit Fragen an Beiersdorf und die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation stellen, die auf dieser Seite beantwortet werden. Fragen, die auf der öffentlichen Informationsveranstaltung am 30. Januar gestellt wurden, finden sich ebenfalls beantwortet auf dieser Seite.


Interview mit Dirk Sielmann, Vorsitzender des Landesbundes der Gartenfreunde in Hamburg e.V. am 16. Januar 2018

1. Wie stehen Sie zum Verkauf der Kleingartenfläche an Beiersdorf?

Grundsätzlich ziehen wir es vor, wenn die Kleingartenflächen in städtischem Eigentum sind, denn dann haben wir als LGH, hat der Verein und haben die Einzelpächter bei Kündigung die gesetzlichen Entschädigungsansprüche nach Bundeskleingartengesetz. Es ist in diesem Fall aber so, dass wir mit Beiersdorf und der Stadt Hamburg einen Vertrag ausgehandelt haben, der diese Rechte ebenfalls einräumt. Für die Kleingärtner bedeutet das, dass sich durch den Verkauf für sie nichts ändert.

2. Was bedeutet der Verkauf der Kleingartenfläche dann konkret für die Kleingärtner?

Für das tagtägliche Erleben auf der Parzelle ändert sich nichts. Die Nutzung der Fläche ist abgesichert, es gibt ja einen Pachtvertrag, der gilt, auch wenn der Eigentümer wechselt. Das ist genauso, als wenn der Eigentümer Ihrer Mietwohnung wechselt – Ihnen wird deshalb nicht gekündigt. Verkauf bricht kein Pachtrecht.

3. Für wie wahrscheinlich halten Sie es, dass Beiersdorf die Kleingartenfläche doch in absehbarer Zukunft nutzen wird?

Es wäre möglich, aber ich halte es für unwahrscheinlich. Nach all den Verhandlungen, die wir geführt haben, sind wir zu dem Eindruck gekommen, dass die Fläche zur Absicherung der großen Investitionen in die neue Hauptzentrale gebraucht wird, die ja auf den bereits bestehenden Beiersdorf-Flächen errichtet wird. Beiersdorf investiert hierfür derzeit knapp eine Viertelmilliarde Euro. Die Fläche der Kleingärten ist nur eine sehr theoretische Erweiterungsperspektive für die Zukunft. Wir halten die Argumentation von Beiersdorf für plausibel. Für die Nutzung der Fläche wäre übrigens, auch wenn Beiersdorf sich anders entscheiden sollte, eine Vorlaufzeit von etwa 5 Jahren gegeben. Beiersdorf kann nicht einfach so die Flächen nutzen, das Unternehmen müsste gemeinsam mit dem Bezirk eine Änderung des Bebauungsplans durchsetzen. Das würde Jahre dauern. Es ist übrigens vertraglich festgehalten, dass Beiersdorf die Flächen nur gewerblich nutzen darf und nicht für den Wohnungsbau – letzteres ist ja derzeit die weitaus größere Bedrohung für die Kleingartenfläche.

4. Das klingt fast so, als seien die Kleingartenflächen künftig besser vor Bebauung geschützt als bisher?

Wenn der Zuzug von Menschen nach Hamburg weiter anhält, heißt das, dass in den nächsten 10 Jahren auch der Wohnungsbau weiter vorschreiten würde. Er ist ja schon bis an die Grenze der Kleingärten am Veilchenweg herangerückt. Es wäre unserer Ansicht nach tatsächlich wahrscheinlicher, dass Teile der Flächen, wenn sie in städtischem Besitz blieben, eher durch Wohnungsbau genutzt würden, als dass Beiersdorf sie für die gewerbliche Nutzung einsetzte. Dieser Gefahr sind die Flächen nicht mehr ausgesetzt, wenn die Fläche verkauft wird.

5. Falls es nun aber doch zu einer Kündigung der Pachtverträge kommen sollte – welche Konditionen gäbe es dann für die Kleingärtner?

Dann ist abgesichert, dass alle gesetzlichen Ansprüche und Rechte, die vor dem Verkauf an Beiersdorf bestanden, auch weiterhin durch Vertrag gelten. Darüber hinaus haben wir für eine Kündigung vor Ablauf von 20 Jahren ausgehandelt, dass allen Kleingärtnerinnen und Kleingärtnern, die weiter gärtnern wollen, Beiersdorf eine „Mietvorauszahlung“ zur Nutzung einer neuen Gartenlaube in Höhe von pauschal 10.000 Euro an den Laubenfonds beim LGH zur Verfügung stellt. Konkret bedeutet das: Über einen Laubenfonds beim LGH wird jedem betroffenen Kleingärtner eine neu aufgestellte Laube bis zu 15 Jahre lang mietfrei zur Verfügung gestellt. Gemeinsam mit dem Bezirk Eimsbüttel werden wir dafür sorgen, dass im näheren Umfeld Ersatzgärten geschaffen werden, auf denen diese Lauben stehen. Zusätzlich dazu haben wir abgesichert, dass das übliche Entschädigungsverfahren, also die Entschädigung der Laube zum Zeitwert und die Entschädigung für den Aufwuchs, erhalten bleibt. Dieses Geld würde bei Kündigung an die Kleingärtner direkt ausgezahlt.


Häufig gestellte Fragen




Stellen Sie uns Ihre Frage


* Pflichtfeld